Dr. Wilhelm Hofmeister ist der neue Vorstandsvorsitzende

Wir freuen uns, Dr. Wilhelm Hofmeister als neuen Vorstandsvorsitzenden in unserem AFOS-Team begrüßen zu dürfen. Dr. Hofmeister blickt auf eine rund 35-jährige Berufserfahrung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung zurück, für die er als Länderbeauftragter in Chile, Brasilien, Singapur und Spanien tätig war. Er leitete auch die Abteilungen für Afrika, den Nahen Osten, Asien und Lateinamerika.

Dr. Hofmeister wird von nun an seine reiche internationale Expertise und sein großes Engagement für die internationale Zusammenarbeit in die Arbeit der AFOS-Stiftung einbringen.

Mit seiner Wahl zum Vorsitzenden am 9. Juni 2022 wurde der AFOS-Vorstand um ein viertes Mitglied erweitert. Dr. Hildegard Stausberg, Norbert Weiß und Ana Puyalto setzen ihre Arbeit als Vorstandsmitglieder fort.

Gemeinsam arbeiten wir mit vereinten Kräften an der strategischen Entwicklung der AFOS-Stiftung für eine Welt, in der verantwortungsvolles nachhaltiges Unternehmertum und eine qualifizierte Berufsausbildung für junge Menschen immer selbstverständlicher werden.

Mit nachhaltigen Sektoren auf dem Weg zur dualen Berufsausbildung

Nach etwas mehr als einem halben Jahr macht unser Kolumbien-Projekt gute Fortschritte. Die beiden Fokussektoren Digitalisierung und Tourismus bergen ein enormes Potenzial für lokale Unternehmen und versprechen gleichzeitig viele qualifizierte Ausbildungsplätze für junge Kolumbianer. Das Interesse an einer bedarfsorientierten, praxisnahen Berufsausbildung ist so groß wie nie zuvor. Und so findet seit Anfang des Jahres in verschiedenen Clustern und Foren der IT und des Tourismus ein reger Austausch zum Thema duale Berufsausbildung statt. Gemeinsam mit unserem Hauptpartner, der Handelskammer von Medellín (CCMA), hat unser Team in Kolumbien zunächst den Bedarf der einzelnen Unternehmen ermittelt. Ein Sensibilisierungsworkshop Ende März diente dazu, interessierte Unternehmen beider Branchen und die beteiligten Bildungseinrichtungen mit dem dualen System vertraut zu machen, Ideen und Konzepte dafür zu vereinheitlichen und mit unseren Projektpartnern CCMA und SENA einen ersten Fahrplan für die nahe Zukunft zu entwickeln. Unterstützung erhielt unser Projektteam vom Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit und Bildung der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Bogotá, der gleichzeitig Direktor der Dualen Hochschule Lateinamerika ist. Während des Besuchs von Ana Puyalto (Finance Manager AFOS) und Daniela Tscherpel (Project Manager Colombia & Mexico) aus der Kölner Zentrale konnten bestehende Verbindungen zu den lokalen Partnern und relevanten deutschen Akteuren wie der Deutschen Botschaft und der AHK gestärkt werden. Die Weichen für ein erfolgreiches Projekt sind gestellt: Noch in diesem Sommer sollen die ersten Train-the-Trainer-Kurse starten, so dass auch die ersten Auszubildenden schon bald ihre duale Ausbildung beginnen können.

Offizieller Start der Wirtschaftsallianz Centro-Bajío-Occidente für duale Ausbildung

Im Beisein von Vertretern der beteiligten mexikanischen Bundesstaaten, der deutschen Botschaft und des mexikanischen Wirtschaftsverbandes COPARMEX wurde am 25. November 2021 ein Memorandum of Understanding der Business Alliance for Dual Education unterzeichnet. Ziel des Bündnisses ist es, den Weg zu einer qualifizierten dualen Berufsausbildung für eine große Zahl von Studenten und Unternehmen in den fünf beteiligten Bundesstaaten Quéretaro, Guanajuato, San Luis Potosí, Aguascalientes und Jalisco zu ebnen. Die AFOS-Stiftung war bei dieser wichtigen Veranstaltung durch ihre Vorstandsvorsitzende, Frau Dr. Hildegard Stausberg, vertreten. Dr. Stausberg betonte gegenüber den Zuhörern das große Potenzial der Allianz für die Gesellschaft, aber auch für die Stärkung der Wirtschaftsregion Centro-Bajío-Occidente.

Kick-off in Ghana: Außerschulische Ausbildung in Data Science und Business Intelligence

An der University of Cape Coast, Ghana, startete im Juli das erste Modul des 20-wöchigen außerschulischen Trainingsprogramms in Data Science und Business Intelligence. Das Studium erstreckt sich über zwei Semester und beinhaltet neben der Fachschulausbildung auch Praxisphasen in Unternehmen.

Das DigiCAP-Trainingsprogramm kombiniert Präsenzphasen im FlexLab auf dem Campus und Komponenten des virtuellen Lernens. Die Ausbildung ist explizit praxisrelevant und unternehmensorientiert. Das Lernen ist hybridisiert gestaltet und die Schüler können entweder direkt am Unterrichtsprozess in wöchentlichen Präsenzsitzungen teilnehmen oder online per Live-Streaming teilnehmen. Die Lerneinheiten werden ebenfalls aufgezeichnet und stehen den Studierenden jederzeit zur Verfügung.

Die Trainings erfordern von den Teilnehmern ein Engagement von 12 Stunden pro Woche. Dazu gehört auch die Interaktion mit den Lehrenden im FlexLab und auf dem Campus sowie Selbstlerneinheiten.

Um die Kompatibilität mit dem regulären Studium zu gewährleisten, finden die Lerneinheiten an Wochenenden und in vorlesungsfreien Zeiten statt.

Pressekonferenz in Mexiko: Unterzeichnung einer Vereinbarung mit den Industrie- und Handelskammern

Damit Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und junge Menschen zukunftsfähige Arbeitsplätze finden, hat der Verband der Industriekammern von Jalisco (CCIJ) mit der AFOS Foundation eine Vereinbarung zur Förderung der dualen Ausbildung unterzeichnet.

„Davon werden 960 Unternehmen in der Region Centro-Bajío-West profitieren, die neben Jalisco auch mit Aguascalientes, Guanajuato und Querétaro über Coparmex zusammenarbeiten“, erklärte Enrique Rubio León, Koordinator des Projekts in Jalisco.

Die Ziele von Jalisco sind es, 192 Unternehmen zu erreichen, die Jobs in dualen Programmen haben, und 240 Studenten, die über einen Zeitraum von 3 Jahren an dem Projekt teilnehmen werden.

Darüber hinaus soll in Jalisco ein Wirtschaftsverband der dualen Ausbildung von der Regierung, dem akademischen Sektor und der Wirtschaft gegründet werden. Das duale Ausbildungsmodell schafft Vorteile für Studierende ebenso wie für Hochschulen, Unternehmen und den Staat im Allgemeinen.

Gustavo Padilla Montes, Rektor des Universitätszentrums für Wirtschaftswissenschaften (Cucea) der UdeG, erklärte, dass dies ein ehrgeiziger Plan für das Land sei, der auch das Engagement des Industriesektors von Jalisco widerspiegele, der sich um die soziale Situation und das Wirtschaftswachstum sorgt. Er betonte, dass die Pandemie die Kombination aus Präsenz- und virtuellem Lernen mit sich bringe und dass das hybride Modell nun endlich im Trainingsalltag angekommen sei.

AFOS konzentriert sich auf Business Continuity und Mikroversicherungen in Nigeria

Mit der Unterstützung des BMZ durch eine neue COVID-19-Fördererhöhung adressieren wir nun mit unserem Engagement in Nigeria die Themen Business Continuity und primäre Gesundheitsversorgung durch Mikroversicherungen.

Unser Ziel ist es, Fragen der Geschäftskontinuität für Mikrofinanzbanken anzugehen. Wir unterstützen Kleinstunternehmer im informellen Sektor, die gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind und dringend eine Krankenversicherung und andere Grundversicherungsprodukte, wie z.B. Risikoversicherungen für Kleinbauern, benötigen.

Das Programm ist Teil eines Trainingsprogramms für Führungskräfte von Mikrofinanzbanken, an dem 214 Mikrofinanzbanken und insgesamt 348 Teilnehmer teilnahmen. Das Programm bestand aus zwei Teilen mit viertägigen Präsenzschulungen in Lagos, Ibadan, Owerri, Calabar und dem Federal Capital Territory.